Key Influencer finden und für sich gewinnen

- - Intelligence, Monitoring, Marketing

Wie definiert man einen Key Influencer? Eine allgemeine Definition aus unserem Glossar:  

Key Influencer (Meinungsführer)

Menschen, die in Bezug auf eine bestimmte Angelegenheit von öffentlichem Interesse den höchsten Grad an Interessiertheit zeigen sowie sich am häufigsten hierzu äußern und Informationen aus den Medien an die Menschen aus ihrem sozialen Umfeld weitergeben, die die Medien weniger stark nutzen.

Das öffentliche Interesse kann zum Beispiel das Interesse an einem bestimmten Thema, Produkt oder auch einer Problemstellung sein. Etwas, was Menschen beschäftigt, was sie zur Recherche antreibt oder animiert, Informationen einzuholen. Dabei stoßen sie im Social Web auf Key Influencer, die durch ihre Inhalte und deren Verbreitung im Netzwerk Meinungen präsentieren und beeinflussen. Diese geben sie meist auch im privaten Umfeld weiter, jedoch soll hier der Fokus auf dem Social Web liegen. Key Influencer können Blogger sein oder auch Personen, die in Foren häufig kommentieren und Beiträge verfassen.

Unternehmen können versuchen, diese Key Influencer als Botschafter für sich zu gewinnen. Als Beispiel sei hier ein Reiseblogger genannt, der sich für naturnahen Abenteuerurlaub interessiert, spannende Reiseberichte auf seinem Blog veröffentlicht und damit viele Interessierte erreicht. Für seine nächste Reise bietet ihm ein Unternehmen an, ein neues Zelt oder anderes Equipment zu testen. Man muss sich darüber im Klaren sein, dass ein Produkt bei solch einem Test auch negativ bewertet werden kann. Das würde es jedoch auch über Verkaufsplattformen wie Amazon oder andere Bewertungsportale. Durch den direkten Kontakt zum Tester kann man jedoch reagieren und Verbesserungsvorschläge aufnehmen und kommunizieren – das Wichtigste ist, authentisch zu bleiben.

Key Influencer identifizieren

Mit Hilfe unseres Social Media Monitorings können wir relevante Influencer finden. Wir setzen unter anderem auf die beiden marktführenden Monitoring-Tools Brandwatch und Talkwalker und decken somit über 150 Millionen Quellen weltweit ab. Das Monitoring umfasst:

  •     Blogs
  •     Microblogs (Twitter, etc.)
  •     Social Networks (Facebook, Google+, etc.)
  •     Foren und Communities
  •     Video- und Photosharing-Plattformen (YouTube, Pinterest, etc.)
  •     Frageportale (gutefrage.net, ask.com, etc.)
  •     Bewertungsportale (dooyoo.de, ciao.de, etc.)
  •     News-Sites (inklusive User-Kommentare)

Wiederkehrende Autoren, deren Reichweite und Einfluss werden von uns quantitativ und qualitativ erfasst und in einem Report mit weiteren Recherche-Ergebnissen zur Person zusammengestellt. Die Erkenntnisse bilden die Basis für ein effektives Influencer Marketing. (SOS)

3 Kommentare

Sophie

19.05.2015

Hallo Lukas,

vielen Dank für dein Feedback! Ich bin absolut deiner Meinung, dass hier eine gefährliche Grenze besteht zwischen Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit der Blogger. Ich bin jedoch auch der Meinung, dass ein Blogger seine Glaubwürdigkeit nicht verliert, wenn er ein Produkt testet und es authentisch bewertet oder darüber berichtet. Es liegt natürlich am Blogger, ob er seine eigenen Ideale beibehält und an einem seriösen Unternehmen, ob es möchte, dass authentisch berichtet wird oder ob es positive Stimmen einkauft - was leider oft vorkommt. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass sich zum Besipiel Food Blogger sehr interessiert zeigen, wenn sie bestimmte Lebensmittel oder Geräte schon vor dem Verkaufsstart erhalten, um sie zu testen und darüber berichten – auch kritisch. Auch die kritische Bewertung muss in die Strategie integriert sein und kann von Nutzen sein, wenn sie zur Weiterentwicklung von Produkten herangezogen wird.Es ist ein aufwändiger Job, die Blogger und Key Influencer zu betreuen – und je besser man das macht, umso glaubwürdiger und effektiver kann die Zusammenarbeit sein. Und das Thema ist natürlich entscheidend – aber in der Realität unterhalten sehr viele Unternehmen Blogger Relations – auch wenn man es nicht vermutet.


Lukas

18.05.2015

Hallo,

ich habe gerade euren Beitrag betreffend Key Influencer oder Lead User gelesen.

In einem Punkt muss ich euch widersprechen. Key Influencer wie ihr sie beschreibt (bspw. Blogger) kann man in der Regel nicht dafür gewinnen ein Produkt zu testen, da sonst die Authentizität des Key Influencer verloren geht. Daher halte ich es für wichtig, zwischen diversen Key Influencer-Gruppen zu differenziere. Der „gewöhnliche Mensch“, der sich einen Ruf als erfahrener Blogger erarbeitet hat und gerne seine kritische Meinung äußert oder aber den Prominenten (bspw. Schauspieler oder Sportler). Letztere Gruppe kann man nach meiner Meinung für Marketingzwecke gewinnen, nicht so aber den Blogger, da dieser ausschließlich von seiner Glaubwürdigkeit lebt und bereits die kleinste Spur an Sponsoring ausreicht, um diese Reputation zu zerstören. Allgemein gesagt denke ich, dass man Likes, Kommentare und andere Bewertungen mit wachsender Vorsicht genießen muss. Beispiele dafür sind David Cameron, der sich Likes auf Facebook erkauft, der Uber-Fahrer, der seine Gästen anweist eine positive Rezension zu schreiben oder aber das Nachbarhotel welches dafür zahlt, gefälschte Kommentare schreiben zu lassen. Leider verkommt dabei der eigentliche Grundgedanke, den Konsumenten eine echte Hilfestellung bei dem Kauf von Produkten zu geben immer mehr zu einer wachsenden Unsicherheit über die Echtheit der Kommentare.

Beste Grüße,

Lukas


Marco

18.05.2015

Konsumenten-Studie: Jeder elfte Deutsche ist ein Influencer

www.internetworld.de/onlinemarketing/influencer/elfte-deutsche-influencer-944588.html

Das halte ich für völlig überzogen. Echte Influencer sind eher selten.


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