Umfassendes Monitoring mit weitreichender Quellenabdeckung

- - Monitoring, Tools

  • Monitoring-Tools können nicht alle relevanten Inhalte im Web und in sozialen Netzwerken wie Facebook finden.
  • Hilfreich: Bookmarks von besonders interessanten Fundstellen anlegen und diese regelmäßig checken.
  • Email-Alerts von Suchmaschinen und RSS-Feeds von relevanten Bewertungs-Seiten anlegen.
  • Viele Monitoring-Tools bieten das spezielle Crawlen von bestimmten Fanpages oder Accounts.

Quellenabdeckung – ein hohes Qualitätsmerkmal

Eines der wenigen Attribute, die einen validen Vergleich von Monitoring-Tools erlauben, ist die Quellenabdeckung. Die Goldbach-Group hat in ihrem jüngsten Monitoring-Tool-Vergleich die Quellenabdeckung nach den Suchfunktionen direkt als zweites wichtiges Attribut im Vergleich ausgewiesen. Interessanterweise übertreffen alle zehn verglichenen Tools die Anforderungen laut der Benotung von Goldbach. Also ist das doch im Großen und Ganzen in Ordnung und man kann Richtung Chef doch mutig antworten: „Alles.“?

Leider ist es nicht so einfach. Wenn auch die Crawler immer tiefer in die Blogosphäre und in mehrsprachige Foren vordringen, intelligenter den vorgefundenen Inhalt bewerten und durch wachsende Server-Kapazitäten immer frequentierter checken können, sind ihnen doch feste technische und juristische Grenzen gesetzt. Je nach Branche mögen Bereiche im Darknet beispielsweise zu Marktforschungszwecken für eine Beobachtung mithilfe eines Tools interessant sein, was aber an dem Peer-to-Peer-Overlay-Aufbau technisch scheitert. Auch Standard-Netzwerke wie Facebook und Google+ stellen sich zumindest teilweise juristisch als Dark Web dar, welches Crawlern und sogar Indexierungen den Zugang verbietet. Das bedeutet in der Praxis schlicht, dass Monitoring-Tools nicht alle relevanten Inhalte im Web und in sozialen Netzwerken wie Facebook finden können. Im Rahmen dieser vorausgesetzten Bedingungen werden die Monitoring-Tools bewertet – das spiegelt aber nicht unbedingt die Bedürfnisse der Nutzer wider.

Sinnvolle Ergänzungen zum professionellen Monitoring-Tool

Wenn man angesichts der angesprochenen Grenzen der Automatisierung eine umfassende Quellenabdeckung erreichen möchte, geht an Handarbeit kein Weg vorbei. Um die Ergebnisse der normalen Suche des Monitoring-Tools zu ergänzen, sind je nach Art der vom Tool nicht gefundenen Inhalte und je nach Zielsetzung andere Maßnahmen notwendig. Viele Monitoring-Tools bieten das spezielle Crawlen von bestimmten Fanpages oder Accounts, z.B. auf Facebook, Instagram oder YouTube an, was zumindest für diesen fest definierten Raum eine vollumfängliche Abdeckung bedeuten kann. In der Praxis erweist sich aber auch dies häufig als unvollständig, weil die Netzwerke tiefes Eindringen von Crawlern – wenn auch nur in abgegrenzten Bereichen - schlicht nicht gestatten. Twitter bildet hier eine Ausnahme.

Für möglichst zeitnahe Information, beispielsweise zum Reputationsschutz bieten sich Email-Alerts von Suchmaschinen und RSS-Feeds von relevanten Bewertungs-Seiten an. Einfache Google- und Bing-Suchen nach den ersten Wochen, in denen das Tool die relevanten Keywords abgegrast hat, lohnen sich, um zu erkennen, welche relevanten Fundorte das Tool gar nicht oder nur teilweise abdeckt. Wie man mit den so gewonnen Informationen umgeht, hängt wieder vom Monitoring-Ziel ab: Eine Möglichkeit ist, mithilfe des Supports des Monitoring-Tools einen Weg zur Abdeckung von dort bisher nicht gelisteten Fundorten zu finden. Ein zeitaufwändigerer aber sehr sicherer Weg, um nichts zu verpassen, ist, sich Bookmarks von besonders interessanten Fundstellen anzulegen und diese regelmäßig zu checken. Je nach Projekt und Frequenz an der Fundstelle könnte dies täglich, monatlich oder auch jährlich stattfinden.

Monitoring-Tools als Werkzeug in einem Werkzeug-Kasten

Auch wenn die Tool-Entwickler Mantra-artig das Gegenteil versprechen – ein wirklich umfassendes Monitoring-Tool, das das gesamte Web und alle sozialen Netzwerke abdeckt, gibt es bei Weitem nicht. Je umfassender das Monitoring-Ziel und je unkonkreter der Monitoring-Auftrag ist, desto schwieriger wird es, alle relevanten Beiträge zu finden und somit auswerten zu können. Hier steigt die Größe der benötigten Ressourcen an Zeit und befähigten Mitarbeitern recht bald exponentiell an.

Sie haben Fragen zu Ihrem Monitoring-Projekt oder Ihrer Quellenabdeckung? Kontaktieren Sie uns gern!

 

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